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Mittwoch, 14. Juli 2010

Was ist denn eigentlich "gesunde" Ernährung ?

Unmöglich, das in einem Post zu beschreiben. Es sei denn, ich würde diesen Post mit allen wissenschaftlichen und unwissenschaftlichen Diskussionen füllen, die in den letzten 50 Jahren rund um den Globus stattgefunden haben.

Jeder kann (und sollte) nach Herzenslust selbst googeln und sich seine Meinung bilden.  Für den Zweck dieses Blogs sei mir als Hausmeister folgende Definition gestattet:

"GESUNDE ERNÄHRUNG" ist eine, die:
* alle wesentlichen Grundnährstoffe in ausreichender Menge enthält,
* keine (wirklichen) Schadstoffe enthält, oder nur sowenige, dass keine Langzeitfolgen zu befürchten sind,
* eine ausgewogene Mischung von Kohlenhydraten, Fetten, Eiweiss und Ballaststoffen darstellt,
* UND in Mengen konsumiert wird, die nicht zur Verfettung führt.

So einfach ist das. Mehr gehört nicht dazu, finde ich. Mancher wird jetzt sagen, dass es doch auf so viele Lebensmittelbestandteile ankommt, ob es gesund ist oder nicht. Ob es "Bio" ist oder aus konventionellem Anbau. Ob es Ultrahoch-erhitzt wurde oder nur pasteurisiert. Ob der Brokkoli bei Vollmond geerntet wurde oder nicht.

Ich sage dazu: Unfug !

Glaubt mir, wenn ich sage, dass all dies fruchtlose Detaildiskussionen sind, die das Wesentliche völlig ausser Acht lassen. Etwa so, als wenn man auf der Autobahn mit 180 ohne Sicherheitsgurt dahinrast und darüber nachdenkt, ob der Sitz dem Rücken guttut oder nicht. Ich kann's ehrlich auch nicht mehr hören, wenn im Bekanntenkreis über Lebensmittelskandale geschimpft wird und die angeblich so hohe Schadstoffbelastung - und der Sprecher zieht vor lauter Sorge noch heftiger an seiner Zigarette. Die ihm mit einem Zug mehr gefährliche Schadstoffe in den Körper pumpt als eine Jahresration Salat vom Acker neben der Autobahntankstelle.

Gesunde Ernährung besteht in allererster Linie darin, die wichtigsten grundlegenden Ernährungsünden NICHT zu begehen: nämlich:
* zu wenig Obst/Gemüse,
* zu wenig Ballaststoffe,
* zu viel Zucker und schnellverdauliche Kohlenhydrate
zu essen.

Wenn man das beherzigt, dann hat man schon 95% des Weges zur gesunden Ernährung zurückgelegt. Dann kann man sich meinetwegen auch um die Vorzüge von Vollmond-Brokkoli kümmern.

Meine Lieblingsdefinition für "Gesunde Ernährung" ist folgende:

"Iss nichts, was Deine Grossmutter nicht als Lebensmittel erkannt hätte"

In diesem Spruch ist eigentlich alles drin, was man wissen muss:
* der weitgehende Verzicht auf all die modernen Fertignahrungs-Innovationen;
* Verzicht auf all die Feierabend-Snacks;
* Verzicht auf all die vielen gezuckerten Softdrinks
* Verzicht auf all die gezuckerten Dessert-Innovationen im Milchprodukt-Regal

und Ersatz durch:
* selbst gemachte Gerichte aus einfachen, technisch kaum veränderten Grundzutaten.

Letztere liefern jede Menge Vitamine, Ballaststoffe, Fette in ausgewogener Zusammenstellung und langsam verdauliche Kohlenhydrate. Und: ES IST VIEL BILLIGER ALS FERTIGPRODUKTE !!!

Und damit kommen wir zum nächsten Thema: Billiger kochen.

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